Rovos Rail Reisebericht – Im Luxuszug von Pretoria nach Kapstadt
Der Rovos Rail von Pretoria nach Kapstadt zählt zu den luxuriösesten Zügen weltweit. Exklusiv für meine Gäste durfte ich dieses ganz besondere Slow-Travel-Erlebnis persönlich testen. Übernachtet wurde in einer kuscheligen Deluxe-Cabin, die tagsüber einfach in eine Lounge verwandelt wurde. Wichtige Regeln an Bord gab es auch. Beispielsweise ein Handy- und Notebookverbot in den öffentlichen Wagons. Hier wird noch Konversation gepflegt! So viel kann ich schon einmal verraten: Es war ein richtiges Once-In-A-Lifetime-Abenteuer! Ob ich es auch meinen Gästen empfehlen würde, verrate ich in diesem Blogbeitrag.



The Pride of Africa – Was ist Rovos Rail?
Der Rovos Rail gilt als einer der luxuriösesten Züge der Welt und wird nicht ohne Grund auch als „The Pride of Africa“ bezeichnet. Gegründet wurde das private Eisenbahnunternehmen 1989 vom südafrikanischen Unternehmer Rohan Vos. Seine Leidenschaft für historische Lokomotiven und klassische Eisenbahnreisen legte den Grundstein für dieses außergewöhnliche Projekt. Eigentlich wollte Vos die restaurierten Eisenbahnwagen bloß für Reisen mit seiner Familie einsetzen. Dies erwies sich im regulären Bahnverkehr jedoch als unpraktisch. So entstand die Idee eines eigenen Luxuszuges – mit liebevoll restaurierten historischen Waggons, höchstem Komfort und Reisen, die den nostalgischen Charme der großen Eisenbahnära wieder aufleben lassen. Der berühmte Rovos Rail war geboren.
Rovos Rail heute – ein Ambiente wie aus der goldenen Ära luxuriöser Bahnreisen
Bis heute befindet sich Luxuszug Rovos Rail in Familienbesitz und verbindet zeitlose Eleganz mit authentischen Reiseerlebnissen quer durch das südliche Afrika. Die original restaurierten Wagen aus den 1920er- bis 1950er-Jahren, stilvolle Salons, exzellente Kulinarik und außergewöhnlich großzügige Suiten schaffen ein Ambiente, das an die goldene Ära des luxuriösen Bahnreisens erinnert. Gleichzeitig führt der Rovos Rail seine Gäste durch einige der spektakulärsten Landschaften des Kontinents – von den Weinregionen Südafrikas über die Victoriafälle bis nach Namibia oder Tansania. Gerade diese einzigartige Kombination aus Eisenbahngeschichte, nostalgischem Luxus und faszinierenden Afrika-Erlebnissen macht den Rovos Rail zu einer der außergewöhnlichsten Zugreisen der Welt.



Meine persönliche Rovos Rail Reise: Vier Tage Slow Travel von Pretoria nach Kapstadt
Am 30. April war es soweit: der Check-in für den Luxuszug Rovos Rail konnte beginnen! Hier würde ich die nächsten vier Tage und drei Nächte verbringen, um die Strecke von Pretoria nach Kapstadt zu testen – sehr entspannt und ganz nach dem Motto „Travel slowly“. Dazu begrüßte uns der Gründer von Rovos Rail, Rohan Vos, sogar persönlich. Obwohl er mittlerweile stolze achtzig Jahre alt ist, berichtete er voller Enthusiasmus über die Firmengeschichte und Herausforderungen damals wie heute. Mit insgesamt fünfzig anderen Gästen aus verschiedenen Ländern wie Südafrika, Australien, den USA, Großbritannien und Italien ging es schließlich los. Von Anfang an wurden wir bestens betreut, verköstigt und über das täglich wechselnde Programm informiert.



Eleganz und Glamour: So wohnen, schlafen und speisen Gäste im Rovos Rail
Unsere Deluxe-Cabin war tagsüber eine Lounge, in der man sich prächtig aufhalten und auch mal zurückziehen konnte. Am Abend wurden hier komfortable und sehr kuschelige Betten bereitet. Am Abend galt als Kleiderordnung: Eleganz! So passten die Gäste und das Ambiente sehr gut zur Einrichtung des Zuges.
Die Kulinarik an Bord des Rovos Rail war ein richtiges Highlight. In den stilvollen Speisewagen werden alle Mahlzeiten zu einer gemeinsamen Tischzeit serviert und von einer sorgfältig ausgewählten Auswahl südafrikanischer Spitzenweine begleitet. Die Küche des Rovos Rail legt besonderen Wert auf frische, regionale Zutaten und interpretiert klassische Gerichte des südlichen Afrikas auf gehobenem Niveau. Ob Wildspezialitäten, fangfrischer Fisch oder traditionelle südafrikanische Köstlichkeiten – jede Mahlzeit wird von den erfahrenen Bordköchen mit großer Sorgfalt zubereitet. Edles Porzellan, Silberbesteck, weiße Tischwäsche und der aufmerksame Service schaffen dabei wirklich eine Atmosphäre wie aus der goldenen Ära des luxuriösen Bahnreisens.



Regeln an Bord
Natürlich gibt es an Bord des Rovos Rail auch ein paar Regeln für die Gäste. So gilt ein striktes Handy- und Notebookverbot in den öffentlichen Wagons. Es soll Konversation gepflegt werden – und so kam es dann auch! Es war wunderbar, die anderen Gäste an Bord des Luxuszugs auf diese Weise besser kennenlernen zu können. Für Fotos war es aber natürlich gestattet, das Handy hin und wieder zu nutzen. Zu schade wäre es gewesen, denn die am Fenster vorbeiziehende Landschaft war spektakulär – ganz besonders die Teilstrecke von Worcester nach Kapstadt war sehr reizvoll.
Ausflüge während des Rovos Rails
Selbstverständlich verbrachten wir nicht die ganzen Tage auf der Strecke. Sehr interessant waren die Ausflüge, die für Abwechslung sorgten. So besuchten wir das „Big Hole“ in der Diamanten-Gräber-Stadt Kimberley und unternahmen eine kurze Wanderung in das koloniale Städtchen Matjesfontein.
Ankunft in Kapstadt bei der Reisemesse „We Are Africa“
Eine Reise in Rovos Rail lässt sich übrigens hervorragend mit einem Aufenthalt in Kapstadt kombinieren. Auch für mich ging es nach dem stilvollen Zugabenteuer hierher, und zwar zur Reisemesse „We Are Africa“. Ganze 45 Termine hatte ich in drei Tagen! So habe ich wertvolle neue Kontakte geknüpft und mich mit wichtigen Partnern, Lodges und Hotels vernetzt. Das ist wichtig, um Sie weiterhin bestmöglich beraten zu können und die perfekte Reise nach Afrika für Sie zu arrangieren.



Safari und Wildlife – mit welchen Abenteuern lässt sich der Rovos Rail verbinden?
Zum Abschluss meiner Reise durfte ich drei Lodges in Sambia und Simbabwe persönlich testen – der Aufenthalt in beiden Ländern lässt sich hervorragend mit einer Rovos Rail Zugreise verbinden. Hier habe ich drei Lodges der Safari-Gesellschaft African Bush Camps besucht und konnte dank das intensiven Programms auch viele der dort angebotenen Aktivitäten genießen.
Die Lodges waren sehr unterschiedlich. Vom richtig abenteuerlichen Zelt mitten im Busch bis hin zum luxuriösen Chalet mit Privatpool und Sambesi-Blick war alles dabei. Allen gemeinsam jedoch war der überaus herzliche Service. Überall wurden wir mit sehr leckeren Mahlzeiten, Snacks und Drinks verwöhnt, die ganztags inklusive waren. Und egal, wo wir schliefen, die Betten waren einfach herrlich!



Naturerlebnisse und Pirschfahrten in Sambia und Simbabwe
Für die Pirschfahrten wurden wir morgens schon ab 05:00 Uhr geweckt. Kein Wunder, dass wir an manchen Abenden schon um 21:00 Uhr glücklich und müde in die wunderbaren Betten gefallen sind.
In Sambia konnten wir zu Fuß einige Nashörner beobachten. Das Erlebnis war etwas kommerziell, denn die Nashörner müssen rund um die Uhr von Rangern begleitet werden. Das ist notwendig, da Wilderei leider nach wie vor ein sehr großes Thema ist. Kaum zu glauben: es gibt in dieser Welt tatsächlich Leute, die meinen, sie müssten Medizin aus dem Nas-Horn zu sich nehmen. Dafür zahlen sie viel Geld. Die Konsequenz ist großes Leid. Die Tiere sind sogar vom Aussterben bedroht. Doch dies nur am Rande.
Die Haupt-Attraktionen sind jedoch die Natur-Erlebnisse. Die Victoria-Fälle in Sambia tosen aktuell aufgrund sehr viel Wasser, das der Sambesi-Fluss führt. In den Bumi Hills in Simbabwe, an den Ufern-Auen des künstlichen Stausees Lake Kariba, konnten wir viele Vogel-Arten, Antilopen, Warzenschweine, Zebras, Elefanten und aus der Ferne im Fluss auch Flusspferde beobachten. Toll: den Elefanten kamen wir zu Fuß ganz nah – was für ein Abenteuer!



Soziale Projekte in Simbabwe und Kontakt zur lokalen Gemeinschaft
African Bush Camps zeichnet sich durch herausragendes Engagement für die lokale Gemeinschaft vor Ort aus. So spendete ABC bereits über hundert Bomas (offene Ställe) für Viehzüchter in der nahegelegenen Dorfgemeinschaft. Das hilft, denn hier sind die Tiere vor Löwen und Leoparden geschützt, und die Existenz vieler Familien ist gesichert.
Eines dieser sozialen Projekte habe ich persönlich besucht und aktiv an der Verwirklichung mitgeholfen. Der Bau unseres Bomas dauerte circa zwei Stunden – dann stand die Sonne schon recht hoch und es war sehr heiß. Unter viel Gelächter und Geseufze wurde die neue Unterkunft fertiggestellt. Etwas zögerlich bezogen die fünf Rinder unseres Bauern schließlich ihr neues Nachtlager.
Anschließend lud uns der Bauer noch in sein Haus ein. Dort lebt er mit nur einer Frau und fünf Kindern. Das ist nicht selbstverständlich. Einer der örtlichen Löwen-Vertreiber hat mit seinen zwei Frauen bereits sechs Kinder, und das, obwohl er erst 26 Jahre alt ist! Das war Stoff zum Nachdenken und Diskutieren.
Traumhafter Abschluss – Mit dem Kanu über den Zambezi und Gin Tonic im Sonnenuntergang
In unserem letzten Camp standen dann wieder Pirschfahrten auf dem Programm. Wieder konnten wir uns an einen Elefanten zu Fuß annähern – wie aufregend! Ein absolutes Highlight erwartete uns jedoch am Schluss. Wir erkundeten den Zambezi-Fluss mit dem Kanu selbst – Aug in Aug mit dem Nilpferd. Das hat für viel Adrenalin gesorgt! Der fast schon obligatorische Gin Tonic im Sonnenuntergang tat nach überstandenem Abenteuer richtig gut, und das Abendessen hat noch besser geschmeckt als ohnehin schon.
Mein Fazit – Warum sich eine Rovos Rail Zugreise durch Afrika lohnt
Mit vielen Eindrücken und Geschichten im Koffer ging es zurück nach Hause, voller Dankbarkeit für meinen Beruf, der es mir ermöglicht, die entlegensten Ecken der Welt zu erkunden und tief in fremde Kulturen einzutauchen. Die stilvolle und landschaftlich reizvolle Reise mit dem luxuriösen Rovos Rail, gepaart mit dem Aufenthalt in Kapstadt und den Abenteuern in Sambia und Simbabwe ist ein echter Herzenstipp für alle, die das südliche Afrika in seiner ganzen Vielfalt erkunden möchten!
Ihre individuelle Reise mit dem Rovos Rail im Süden Afrikas
Gerne arrangiere ich auch Ihre persönliche Reise in den Süden Afrikas! Ob ein Eisenbahn-Abenteuer im Rovos Rail, längere Aufenthalte in Pretoria und Kapstadt oder eine Wildlife-Safari durch Sambia und Simbabwe – wie immer ist alles möglich. Auch Kombinationen, die auf den ersten Blick eher ungewöhnlich erscheinen mögen, arrangiere ich gerne für Sie. Kontaktieren Sie mich wie immer einfach telefonisch oder per Mail. Ich berate Sie persönlich und gestalte Ihre maßgeschneiderte Reise mit dem Rovos Rail ebenso wie individuelle Abenteuer in Südafrika, Sambia und Simbabwe.
Häufig gestellte Fragen zur Luxus-Eisenbahn-Reise mit dem „Rovos Rail – Pride of Africa“
Welcher Dresscode gilt an Bord des Rovos Rail?
Tagsüber ist gepflegte, bequeme Kleidung angemessen. Für das Abendessen wird jedoch elegante Garderobe erwartet. Herren tragen in der Regel Sakko und Krawatte oder einen Anzug, Damen wählen ein elegantes Kleid oder vergleichbare Abendgarderobe. Gerade diese stilvolle Atmosphäre trägt wesentlich zum besonderen Flair des Rovos Rail bei und macht das Dinner jeden Abend zu einem festlichen Erlebnis.
Gibt es W-LAN an Bord des Rovos Rail?
Der Rovos Rail versteht sich bewusst als Rückzugsort vom hektischen Alltag. In den öffentlichen Bereichen und Suiten steht daher in der Regel kein W-LAN zur Verfügung, und auch der Mobilfunkempfang ist je nach Streckenabschnitt eingeschränkt. Stattdessen lädt die Reise dazu ein, die vorbeiziehenden Landschaften zu genießen, bei einem guten Buch zu entspannen oder sich mit anderen Gästen auszutauschen – ganz im Sinne der goldenen Ära des luxuriösen Bahnreisens.
Welche Strecke des Rovos Rail ist die Schönste?
Welche Rovos Rail Route die Schönste ist, hängt ganz von Ihren persönlichen Interessen ab. Besonders beliebt ist aber die klassische Strecke zwischen Pretoria und Kapstadt, die Sie durch die spektakulären Landschaften der Karoo bis in die Weinregionen des Kaps führt. Ebenso beeindruckend ist die Reise zu den Victoriafällen in Simbabwe. Wer ein außergewöhnliches Abenteuer sucht, entscheidet sich für die mehrtägige Expedition durch Namibia oder die legendäre Route von Südafrika bis nach Tansania.
